Kontakt und Beratung


Generell haben Hilfesuchende / Ratsuchende, d.h. Kinder, Jugendliche und junge Volljährige sowie deren Eltern ein Recht auf Information und Beratung durch das Jugendamt.
Das heißt, wenn ein Problem besteht, kann man sich immer an das zuständige Jugendamt wenden und muss angehört werden. §§§ -> Am besten geht man direkt zum Regionalen Sozialpädagogischen Dienst (RSD).

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Die Gründe, warum Kontakt zum Jugendamt notwendig ist, können sehr unterschiedlich sein:
Du selbst weißt nicht mehr weiter oder deine Eltern wissen nicht mehr weiter, das heißt: sie machen von ihrem Recht auf Unterstützung Gebrauch, sich Hilfe und Beratung von außen zu holen. Oder aber, Kinder und Jugendliche kommen mit ihren Eltern nicht mehr klar oder das Jugendamt sieht das Wohlergehen von Kindern in Gefahr. Dann ist es verpflichtet zu handeln.
Wenn du dich ohne Eltern an das Jugendamt wendest, genießt du besonderen Schutz, der gerade am Anfang für dich sehr wichtig sein kann: Du kannst dich ohne das Wissen deiner Eltern beraten lassen und wenn du deinen Namen nicht nennen willst, dann brauchst du das zunächst auch nicht! §§§-> Das funktioniert natürlich nur so lange, wie du nur um Rat nachfragst! Wenn du darüber hinaus weitere Hilfe brauchst, wie z.B. einen Betreuungshelfer oder einen WG-Platz, dann wirst du nicht umhin kommen, deinen Namen zu nennen.
Wichtig ist, dass du zu Beginn des Gesprächs beim Jugendamt schon sagen solltest, wenn du große Probleme mit deinen Eltern hast und deine Eltern von dieser Beratung nichts wissen sollen. Achte darauf, dass dir die entsprechende Verschwiegenheit zugesichert wird. Du kannst auch eine Person deines Vertrauens mitnehmen. Das kann zum Beispiel deine Freundin oder Freund, dein Lehrer oder Nachbar oder sonst wer sein. Es ist dein gutes Recht jemanden mit in die Beratung zu nehmen. Das kann dir nicht verwehrt werden!
In dem Beratungsgespräch mit dem Jugendamt wird versucht zu klären, wie die Situation aussieht, was das Problem ist und wie dir weitergeholfen werden kann.
Das heißt, das Jugendamt muss dir zunächst so guten Rat geben, dass du damit zufrieden bist. Sollte dir der Rat des Jugendamtes nicht genügen, musst du das deutlich sagen.

 

 

§ 8 Abs. 2 SGB VIII Kinder und Jugendliche haben das Recht, sich in allen Angelegenheiten der Erziehung und Entwicklung an das Jugendamt zu wenden.


§ 8 Abs. 3 SGB VIII Kinder und Jugendliche können ohne Kenntnis des Personensorgeberechtigten beraten werden, wenn die Beratung aufgrund einer Not- und Konfliktlage erforderlich ist und solange durch die Mitteilung an den Personensorgeberechtigten der Beratungszweck vereitelt würde.

BRJ

Sollten deine Wünsche und Rechte nicht berücksichtigt werden, obwohl du sie sachlich vertreten hast, wende dich an uns!

Eltern:

Der Begriff Eltern meint auch immer die Personen, die das Personensorgerecht für das Kind bzw. den Jugendlichen ausüben.

RSD:

Der Regionale Sozialpädagogische Dienst ist Teil der Verwaltung des Jugendamtes und für die Gewährung der Leistungen der Jugendhilfe (z.B. Hilfe zur Erziehung) zuständig. Die MitarbeiterInnen des RSD nehmen den Antrag auf Hilfe entgegen, prüfen den Hilfebedarf und führen die Hilfeplanung durch. Die Zuständigkeit der MitarbeiterInnen richtet sich nach dem Wohnort der Familie.

Hier findest du eine Liste mit den Telefonnummern und Adressen der Regionalen Sozialpädagogischen Dienste aller Berliner Jugendämter.